Ursache und Therapie
Die Ursache der ALS ist weitgehend unverstanden. Die bisherigen Erkenntnisse zur Ursache der ALS gehen im Wesentlichen auf eine seltene erbliche Form der ALS zurück. Bei etwa 2% der Patienten sind Mutationen im Gen der Superoxiddismutase (SOD1) nachweisbar. Durch die Mutationen wird das körpereigene SOD1-Protein offensichtlich in eine toxische Form überführt, die eine selektive Degeneration der motorischen Nervenzellen verursacht. Bei der häufigen nichterblichen Form der ALS ist sehr unwahrscheinlich, dass eine einzelne Ursache für die Krankheitsentstehung verantwortlich ist. Das derzeitige Ursachenkonzept geht davon aus, dass die ALS eine multifaktorielle Erkrankung darstellt. Dabei sind verschiedene genetische und äußere Faktoren erforderlich, die durch Wechselwirkung zur Krankheitsverursachung beitragen.Die ALS ist nicht heilbar. Eine Verminderung der Krankheitsprogression kann durch das Medikament Riluzol erreicht werden, das seit 1995 zur Behandlung der ALS zugelassen und etabliert ist. Riluzol ist eine pharmakologische Substanz, die durch eine Modulation der Neurotransmission des Botenstoffes Glutamat die Degeneration der motorischen Neurone verzögert. Der klinische Effekt von Riluzol besteht in einer nur geringgradigen Lebenszeitverlängerung von mehreren Monaten. Gegenstand der klinischen Forschung ist die Identifizierung neuer Medikamente mit einer verbesserten Wirksamkeit.

Zusätzliche Informationen über das Krankheitsbild sowie die Ursache und Therapie der ALS sind über die Internetseiten der ALS-Ambulanz an der Charité www.als-charite.de verfügbar.